Triathlon ohne Schwimmwettbewerb

Einer der großen deutschen Triathlons wird in Hamburg ausgetragen. Im Jahr 2018 gab es aber eine Besonderheit: aus dem Dreikampf wurde ein Zweikampf, weil der Schwimmwettbewerb ausfallen musste. Der Grund: Blaualgengefahr. Das Wasser hatte sich in den vergangenen heißen Wochen stark erwärmt, was wiederum das Wachstum von Algen begünstigt. Normalerweise sind Algen kein Problem, bei Blaualgen ist das aber anders: sie können dem Menschen gefährlich werden. In Hamburg wurden sehr hohe Konzentrationen gemessen, zu hoch, um die Sportler ins Wasser zu lassen.

Statt dessen mussten sie am Morgen 6 Kilometer laufen, dann aber die volle 180-Kilometer-Distanz radeln bevor es dann noch einen Marathon gab. Sieger wurden dann bei dem Duathlon Bart Aernouts und Sarah Crowley. Besonderes Augenmerk galt aber Tim Don: Er hatte sich vor einem Jahr schwer verletzt, ein Halswirbel war sogar gebrochen. Der Schock aus Hawaii ist aber überwunden, Don schaffte es bereist wieder unter die besten Zehn in Hamburg. Beste deutsche Athletin war Katharina Grohmann, die einen zweiten Platz belegte.

Chlor kann gegen die Algen helfen

Das Problem mit den Blaualgen gibt es immer wieder bei Triathlons. Dabei sind die Algen selbst nicht so sehr das Problem, sondern ihre Stoffwechselprodukte. Sie können zum Teil lebensgefährliche Giftstoffe bilden. In einem Berliner See wurde 2017 eine extrem hohe Konzentration gemessen, die auch dafür verantwortlich war, das Tiere durch die Giftstoffe starben.

In Schottland stand im Jahr 2016 ein Triathlon auf der Kippe, weil hier große Konzentration der Algen gemessen wurden, man aber beschloss dass trotzdem geschwommen werden konnte. Als Maßnahme um die Algen loszuwerden hatte man Chlor ins Wasser des Hawrelak Park See gegeben. Heute geben viele Veranstalter vor allem in den Sommermonaten Warnung heraus, wenn man mit einer Algenblüte rechnet. Mittlerweile gibt es hochmoderne Bojen, die in einen See gelassen werden und die Algenkonzentration eigenständig messen. Sie funken die Messdaten dann regelmäßig an eine Bodenstation. Die Bojen können sich sogar selbst reinigen und brauchen wenig Wartung.

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